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Ein Weblog für mich und alle Anderen, die es interessiert

Seit ein paar Tagen hatte ich das seltsame Phänomen, dass der Mozilla Firefox keine Dateien mehr herunter laden konnte. Es wurde aber auch keine Fehlermeldung oder dergleichen angezeigt. In der Download-Historie wurden alle Downloads bis einschließlich 30.04.2012 aufgelistet, aber die Liste ließ sich nicht leeren.
Ursache war vermutlich ein Systemabsturz des Rechners (ausgelöst durch ein Hardware-Phänomen, das ich noch nicht gelöst habe). Hierdurch blieb im Profilverzeichnis des Firefox $HOME/.mozilla/firefox// eine 0 Byte große Journal-Datei (downloads.sqlite-journal) der Download-Datenbankdatei (downloads.sqlite) stehen, beide mit Timestamp 17:43, 30.04.2012, dem ungefähren Zeitpunkt der Systemprobleme.
Nach dem Löschen der Journal-Datei downloads.sqlite-journal im Profilverzeichnis (bzw. sichern nach downloads.sqlite-journal.sav) wurde beim nächsten Start des Firefox die Download-Datenbankdatei wieder mit einem neuen Timestamp versehen und die Downloads funktionierten wieder.
Kleine Ursache, große Wirkung.


Mittlerweile konnte ich auch die Ursache für das hier beschriebene Problem identifizieren: Das verwendete Video-Rohmaterial war in einer geringeren Auflösung vorhanden, als das Ausgabeformat. Beim Export im OGG Containerformat mit dem Theora Video Codec wird das Video skaliert, beim Export im WebM Format mit dem VP8 Codec wird anscheinend nicht skaliert, sondern das Video mit einem schwarzen Rahmen versehen.
Wenn das Zielformat keine höhere Auflösung besitzt als das Ausgangsformat, funktioniert es sehr gut:
Link zu einem Beispiel.


Durch einen Kommentar zum Artikel “Videos präsentieren” wurde ich auf das Videoformat WebM aufmerksam gemacht, das für Multimediadaten in HTML 5 genutzt werden kann. Den Versuch und ein Problem das ich dabei hatte kann man sich hier ansehen.


Videos präsentieren

2 Kommentare

Schon seit einiger Zeit habe ich nach einem Weg gesucht, eigene Videos – z.B. vom Motorrad fahren – im Internet zu präsentieren, ohne eine der Videoplattformen wie z.B. YouTube, Vimeo oder sonstige zu nutzen.
Hier unter WordPress habe ich das Plugin wordTube von der Seite alex.rabe genutzt (Beispiel siehe hier).
Ein Nachteil davon ist die Tatsache, dass die Videos im Flash Video Format vorhanden sein müssen und auf dem Browser zur Darstellung somit der Flash Player installiert sein muss.
Seit HTML 5 gibt es jedoch die Möglichkeit, Multimediadateien direkt einzubinden und mit modernen Browsern ohne zusätzliche Plugins abspielen zu können.
Wichtig ist dabei das zu verwendende Videoformat, da bei der Definition von HTML 5 bisher leider kein Videoformat festgelegt wurde. Eine Liste, welcher Browser welches Format unterstützt findet sich beispielsweise hier.
Da ich primär Open Source Software einsetze, kommt hier beispielsweise das OGG Containerformat mit dem Theora Video Codec und dem Vorbis Audio Codec von Theora in Frage. der verwendete Video Editor OpenShot kann direkt OGG Container mit der Codec Kombination theora/vorbis exportieren, so dass die Datei ohne zusätzliche Umwandlung erstellt werden kann.
Auch das Einbinden des Videos ist ganz einfach. Erst die Datei auf den Webserver hoch laden und mit ein paar wenigen Zeilen HTML 5 Code in eine Website einbinden:

<video width="320" height="240" controls="controls">
<source src="/videos/runde_3.ogv" type="video/ogg" />
Der Browser ist nicht HTML 5 kompatibel.
</video>

Das Ergebnis stellt sich dann folgendermassen dar:


Oder in voller Größe dann hier zu sehen.


Android Tablet

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Auch wenn ich den Hype um das Apple iPad nicht nachvollziehen kann (es funktioniert gut und sieht schick aus, ist mir aber zu teuer und bevormundet einen bei der Nutzung), so finde ich das Konzept eines Tablets doch ganz reizvoll. Wichtig ist jedoch, dass man sich über den Einsatzzweck klar wird. Für mich soll es keinen Ersatz für PC/Notebook/Netbook darstellen, sondern ein Gerät sein, mit dem man gemütlich auf der Couch seine Mails checken, in Foren stöbern, Facebook Nachrichten lesen, … also hauptsächlich Daten im Internet konsumieren kann.
Für 179.-€ war nun ein Tablet mit Android 2.1 angekündigt. Die Beschaffung gestaltete sich ein wenig schwierig und dauerte etwas länger, da das Gerät nicht wie angekündigt bereits montags erhältlich war, sondern erst eine Woche später als verfügbar gelistet wurde und bestellt werden konnte. In der Zwischenzeit waren auch erste Erfahrungsberichte von Benutzern aufgetaucht. Die Bandbreite war gewohnt groß und begann bei “der letzte Schrott”. Das folgende Fazit eines Benutzers ermutigte mich jedoch dazu, mir solch ein Gerät zu bestellen:

..ich sags mal ganz unverblümt
Das Ding ist nichts für Leute die den Ipad Killer erwartet haben und davon ausgehen das alles “out of the box” für €179.- funktioniert..

Für alle anderen, die spaß an linux haben, lässt sich da sicher noch einiges machen bzw. fehlende funktionen nachrüsten.

Am Wochenende wurde das Gerät dann geliefert, die Inbetriebnahme musste jedoch bis Sonntag Abend warten.
Einloggen in das WLAN, Einrichten von Googlemail, Zugriff auf den eigenen Mailserver, Surfen im Web und die installierten Applikationen für Google Maps und YouTube funktionierten problemlos. Das Touch-Display lässt sich schwer bedienen, vor allem das Scrollen ist etwas umständlich, mit resistiver Technologie aber auch nur schwer umsetzbar, das funktioniert bei meinem Garmin-Navi aber auch nicht besonders.
Hardware

Billig wirkendes Plastik, vier Buttons auf der Gehäuserückseite für Zurück, Home, Suchen und Menü fühlen sich nicht besonders an und man muss sich die Position merken, da man sie nicht sieht.
Software

  • Browser: Eingabe über Touchscreen hakelig auch bei Verwendung des Eingabestiftes. Lädt und stellt die Webseiten recht flott dar.
  • Mail: Konfiguration von mehreren Mailservern möglich, Zugriff per POP3 oder IMAP
  • Google Maps: schnelle Darstellung der Karten, Layer für Satellitenbild und Wikipedia einblendbar. Bei Wikipedia werden “W”s eingeblendet, auf die man direkt klicken und Infos aus Wikipedia abrufen kann
  • Google Mail: direkte Verknüpfung mit meinem Google Mail Account, funktioniert einfach.
  • YouTube Player: direkte Verknüpfung mit meinem YouTube Account: Playlisten, Favoriten, … werden angezeigt. Suche ist möglich, Abspielen in voller Auflösung funktioniert sehr gut.
  • Android Market: Zuerst nicht gestartet, dann zwar gestartet, man konnte suchen und “installieren”, der Download kommt aber nicht zum Ende und es wird nichts installiert. Ein bekanntes Problem, es liegt wohl keine offizielle Google-ID vor.

Bisheriges Fazit: Wenn man nicht tippen muss, sondern sich auf Lesen/Sehen/Hören beschränkt, funktioniert das Tablet. Für die eingeschränkte mitgelieferte Software hätte ich es wohl nicht gekauft, ABER es gibt eine Seite mit Howtos, da wird erklärt, wie man das Gerät patchen, den Market aktivieren, auf alternative Markets umsteigen oder direkt die APKs installieren kann. Und wenn das dann funktioniert, kann es ein ganz brauchbares Gerät werden.